Samstag, 02.01.2021

Russland Geschichte: Seefestung Port Arthur fällt

St. Petersburg. Am 2. Januar 1905 musste die russische Armee die Seefestung Port Arthur im Gelben Meer aufgeben. Im russisch-japanischen Krieg von 1904/1905 hatte die Festung vier Sturmangriffen der Japaner standgehalten, bis sie nach schwerem Artilleriebeschuss schließlich doch kapitulieren musste.
Russland hatte Port Arthur 1898 auf 25 Jahre von China gepachtet. Die Stadt sollte neben Wladiwostok als wichtigster Stützpunkt des 1. Pazifik-Geschwaders dienen. Der Ausbau zu einer mächtigen Festung war zu Beginn des Krieges gegen Japan längst noch nicht abgeschlossen.

In der Garnison befanden sich etwa 40.000 Soldaten, auf den Schiffen des Geschwaders 8.000 Matrosen. Nach monatelanger Belagerung waren die Kräfte auf russischer Seite am Ende. Etwa 25.000 Verteidiger waren gefallen.

Fast das gesamte 1. Pazifik-Geschwader wurde von der japanischen Flotte unter Admiral Togo bei dem Versuch vernichtet, nach Wladiwostok durchzubrechen.

Ein halbes Jahr später erreichte die zur Verstärkung entsandte russische Ostseeflotte (2. Pazifik-Geschwader) den Fernen Osten, wurde aber in der Seeschlacht von Tsuschima (Tsushima) vernichtend geschlagen. Unter den Schiffen des Geschwaders war der legendäre Panzerkreuzer Aurora.



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