Donnerstag, 14.01.2021

Russland Geschichte: Neujahr, Wodka und Raumschiffe

St. Petersburg. Der 14. Januar hat schon oft eine tragende Rolle in der russischen Geschichte gespielt. Am 14. Januar 1700 (nach dem alten Kirchenkalender am 3. Januar - damals betrug die Zeitverschiebung nur 11 Tage) verschrieb Peter der Große seinen Untertanen die westeuropäische Jahresordnung: Das Jahr habe nicht mehr wie bisher am 1. September zu beginnen.
Neujahr sei auch im Reiche des Zaren der 1. Januar, verfügte Peter. Am 14. Januar 1863 erließ Befreierzar Alexander II. das Staatsmonopol für den Ausschank von Wodka. Bis zu 30 Prozent der Staatseinnahmen stammten künftig aus dem Alkoholmonopol.

Das staatliche Wodkamonopol wurde erst von Boris Jelzin abgeschafft. Bis dahin floss auch ein Teil der Wodka-Einnahmen in das Weltraumprogramm der Sowjetunion.

Am 14. Januar 1969 startete das Raumschiff Sojus-4 in Baikonur, am darauf folgenden Tag das Raumschiff Sojus-5. In der Umlaufbahn koppelten die beiden aneinander an und die Besatzungen besuchten sich gegenseitig.

Damit wurden die Voraussetzungen für die Weltraumstation Mir geschaffen. Die UdSSR hatte vorerst das Wettrennen der Supermächte im All gewonnen.



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