Sonntag, 27.12.2020

Geschichte Russland: Passpflicht erneut eingeführt

St. Petersburg. Am 27. Dezember 1932 wurde in der Sowjetunion die Passpflicht wieder eingeführt. Nach der Revolution war sie zunächst als „reaktionär und despotisch“ verworfen worden. Fortan hatte jede Art von offiziellem Papier als Ausweis ausgereicht.
1932 wurden in den Städten erneut Pässe eingeführt und mit ihnen die Meldepflicht. Armeeangehörige und Landbewohner bekamen allerdings keine Pässe, waren also faktisch wie Leibeigene an ihren Aufenthaltsort gebunden.

Die verschärfte Kontrolle ging einher mit der rigorosen Industrialisierung und Kollektivierung der Landwirtschaft.
Die Kolchos- und Sowchosbauern bekamen erst in den 1960er Jahren Pässe und damit Bewegungsfreiheit.


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